Wie ihr Weltbild entsteht und wie ihre Werte dabei wirken

Das Grundmaterial der Welt ist für alle gleich. Ob wir als Forscher im Labor arbeiten, als Beduine in der Wüste leben, ob wir als Monarch ein Königreich regieren, oder am Fließband arbeiten, vielleicht sogar als Bettler unseren Unterhalt verdienen oder als Künstler die Welt betrachten. Jeder Mensch, unabhängig davon, wo er geboren ist, welche Ausbildung er hat, welchen Beruf er ausübt in welchem Umfeld er lebt, jeder bezieht sich auf die gleiche kosmische Ausgangslage.


Alle Arten unseres Wissens basieren auf unseren Sinneseindrücken. Unsere Erfahrung des Universums basiert auf Kombinationen von Sinneswahrnehmungen, die sich in unserem Geist als verschiedene Objekte unserer Umgebung manifestieren. Die Welt in der wir leben schaffen wir uns durch unsere geistigen Eindrücke mit all unseren Sinnen. Durch hören, sehen, tasten, riechen und schmecken kreieren wir unsere Welt.

Durch die Art der persönlichen Sinneswahrnehmungen, entsteht unsere subjektive Welt und somit unser Weltbild. So nehmen wir die Welt wahr. So entsteht unser Bild über die Welt. Unsere subjektive Wahrheit, wie die Welt ist.

Angenommen wir hätten alle dieselbe DNA, dieselben Eltern und würden am selben Ort der Welt leben- hätten wir dann dieselben Wahrnehmungen? Hmm, schwer zu sagen. Was allerdings sicher ist, dass wir eben nicht diese gleichen Rahmenbedingungen haben. Wir haben nicht dieselbe DNA, nicht die gleichen Erfahrungen erlebt, nicht dieselben Gefühle gespürt und nicht dieselben Schlüsse daraus gezogen.

So haben wie alle völlig unterschiedliche Bilder über die Welt entwickelt. Dahinter liegen Werte und Glaubenssätze, wie wir glauben, dass die Welt und ihre Entwicklung ist. Dies hat Konsequenzen auf unser Denken, unsere Gefühle und unser Verhalten. Dieses Weltbild öffnet oder beschränkt unsere Handlungsoptionen. Je nach Sichtweise.

Betrachten wie eine Führungskraft die folgende Aussage tätigt: „Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor den älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten sollte. Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.“

Wie beeinflusst ein solches Weltbild einer Führungskraft die Behandlung von jungen Mitarbeitern, die gerade im Unternehmen tätig sind? Was würde in der Führungspraxis passieren, wenn diese ein anderes Weltbild hätte? Wie weit ist die Führungskraft sich ihres Weltbildes überhaupt bewusst?

PS.: Das obige Zitat stammt übrigens vom griechischen Philosophen Sokrates (ca. 465-399 v. Chr.) – womit sichtbar ist, dass das Thema vom Verfall der Werte der heutigen Jugend schon über mehrere Generationen diskutiert wird...

Wenn wir unser Verhalten ändern möchten, ist es notwendig , dass wir uns zuvor unseres Weltbildes und unserer dahinterliegenden Glaubenssätze bewusst werden.

Impuls Weltbild

Wie sehen Sie die Welt? Evolutionär – positiv? Geht alles den Bach hinab? Wenn Sie Lust haben versuchen Sie diese Woche wahrzunehmen wie ihr eigenes Weltbild ist. Und wie ist das ihres Partners oder Vorgesetzten?

 

 

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